DAFÜR STEHEN WIR


Gleichberechtigtes Miteinander

Nur ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern in Österreich sichert eine gedeihliche Zukunft. Dies bedeutet sowohl gleiche Rechte als auch gleiche Pflichten, vor allem aber Chancengleichheit.

Frauenrechte und Zuwanderung

Durch Zuwanderung vor allem aus außereuropäischen Ländern ist diese Chancengleichheit für immer mehr Frauen in Österreich nicht gegeben. Zwangsehe, Genitalverstümmelung oder Kopftuchzwang sind deutliche Signale einer Unterdrückung von Frauen, die in Österreich nicht akzeptiert werden kann.

Echte Wahlfreiheit

Die Berufstätigkeit vieler Eltern, vor allem von Frauen, ist immer wieder von der Diskussion über Vereinbarkeit von Familie und Beruf begleitet. Wir treten für die Wahlfreiheit ein, das Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Das bedeutet, dass die Betreuung der Kinder in den ersten Lebensjahren durch die Eltern selbst ebenso akzeptiert und geachtet werden muss wie der baldige Wiedereinstieg in den Beruf.

Anerkennung von Kindererziehungszeiten

Weiter wollen wir mit der verbesserten Anrechnung von Kindererziehungszeiten für ausschließliche Familienarbeit die wirtschaftliche und soziale Unabhängigkeit von Frauen pensionsrechtlich absichern. Deshalb fordern wir auch die Einrechnung der Kindererziehungszeiten in Vordienstzeiten bei der Gehaltseinstufung zur Verringerung des Einkommensunterschiedes bei Mann und Frau.

Ja zum Leben

Junge Frauen und Mädchen sehen sich oft in einer ausweglosen Situation, wenn sie schwanger werden. Entsprechend hoch ist die Abtreibungsrate. Da Kinder ein Segen sein sollen und keine Belastung, müssen diese jungen Frauen und Mädchen entsprechend unterstützt werden. Wenn sich eine junge Schwangere sicher fühlen kann, dass sie ihr Leben und ihre Ausbildung auch mit einem Kind meistern kann, wird sie sich wahrscheinlich eher für das Kind entscheiden, als wenn sie sich allein gelassen glaubt.

Weg vom Niedrigstlohnbereich und gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Es ist nötig, der Ausbildung der Mädchen größeres Augenmerk zu schenken, damit diese nicht primär Niedrigstlohnberufe ergreifen. Die finanzielle Unterstützung für Frauen und Mädchen bei Weiterbildungsmaßnahmen ist geeignet, junge Frauen vermehrt für neue Berufsbilder zu ermutigen. Da viele Frauen — vor allem aus familiären Gründen — teilzeitbeschäftigt sind, ist zudem auf ein entsprechendes Angebot an qualitätsvollen Teilzeitarbeitsplätzen auch abseits von Niedriglohnberufen hinzuwirken.

Soziale Herausforderungen

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Verbesserung der sozialen Situation von Frauen. Dabei ist das Augenmerk insbesondere auf die Förderung von Frauen über 50 und von Wiedereinsteigerinnen zu legen. Die Absicherung im Alter soll durch ein freiwilliges Pensionssplitting verbessert werden. Zudem bedarf es einer transparenten Leistungsförderung für die derzeit unbezahlte Familienarbeit etwa in Form eines „Elterngehalts".

Schildbürgerstreich Binnen-I

Die Verwendung des „Binnen-I“ als Feigenblatt einer verfehlten Geschlechterpolitik lehnen wir ab. Diese an den Haaren herbeigezogene Sprachregel, die aus dem Professor eine ProfessorIn macht, ist nicht nur sinnlos, sondern sogar kontraproduktiv.

Gleichberechtigung statt ideologischer Geschlechtsumwandlung

Die Einführung von „Gender Mainstreaming" als Leitprinzip von Politik und Gesellschaft wird von uns Freiheitlichen abgelehnt. Wer sich näher mit diesem Thema befasst, muss erkennen: Die „IdeologInnen" der Gender-Theorie behaupten, dass man zu Mann und Frau erst gemacht wird. Wir Freiheitlichen hingegen sind der Überzeugung, dass weder Mutter- noch Vatersein ein Konstrukt oder eine gesellschaftlich oktroyierte Inszenierung sein kann. Man übernimmt nicht eine Mutterrolle, sondern ist Mutter. Man übernimmt nicht eine Vaterrolle, sondern ist Vater. Um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu schaffen, muss man nicht die Geschlechter abschaffen und sich über die Natur hinwegsetzen, sondern beiden Geschlechtern gleiche Chancen sowie Rechte in allen Bereichen einräumen.